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Rumänischer Bürger mit Zivilcourage stirbt für einen Straßenhund!

 

Adrian Priscu wollte einen Straßenhund vor Misshandlungen schützen

Brasov/Rumänien, 04.08.2010 - Weil er einen Straßenhund vor Misshandlungen bewahren wollte, wurde Adrian Priscu (50) von einem Landsmann mit einer Flasche niedergeschlagen und anschließend mit einer Glasscherbe so schwer verletzt, dass er am Tatort verstarb.

Laut rumänischen Medienberichten beobachtete Priscu von seinem Wohnungsfenster aus, wie ein Mann einen Straßenhund quälte. Er eilte dem wimmernden Tier zu Hilfe. Es kam zu einem Streit, in dessen Verlauf der Angreifer den 50-Jährigen mit der Flasche niederschlug. Anschließend rammte er ihm eine Glasscherbe in die Brust. Die Verletzung war so schwer, dass die schließlich eintreffenden Rettungskräfte nur noch den Tod des Rumänen feststellen konnten.

„Wenn eines Tages Tierfreunde um ihr Leben bangen müssen, weil sie einen Hund oder eine Katze vor Misshandlungen schützen wollen, dann sind unsere ethisch-moralischen Grundfeste, die unsere Gesellschaft zusammen halten, ernsthaft gefährdet", sagt dazu Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Der Preis für Zivilcourage scheine in der heutigen Gesellschaft immer höher zu werden, meint auch Petra Zipp, stellvertretende Vorsitzende des Bund gegen Missbrauch der Tier e.V. (bmt) mit Blick auf die aktuellen Debatten in Deutschland: „Dass ein Tierfreund seinen beherzten Einsatz für einen Straßenhund mit seinem Leben bezahlen musste, schockiert derzeit ganz Rumänien und belebt erneut die Diskussion um das weiterhin ungewisse Schicksal der Straßenhunde. Dieter Ernst vom Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) befürchtet: „Der tragische Tod von Adrian Priscu wirft auch die Frage auf, ob wir es mit einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft zu tun haben."

Tötung oder Kastration?

Wie aus Regierungskreisen zu erfahren ist, soll voraussichtlich im September über das Schicksal der Straßenhunde abgestimmt werden. Zur Diskussion stehen die großflächige Tötung der Hunde, wie einige Politiker immer wieder fordern, und die Umsetzung des vor zwei Jahren vom Senat angenommenen Gesetzesentwurfes, der die Tötung der Straßentiere verbietet und Kastrationen bindend vorschreibt.

„Die Regierung hatte über zwei Jahre Zeit, die Straßenhundpopulation nachhaltig durch Kastrationen zu begrenzen", erklärt die bmt-Auslandstierschutzkoordinatorin, die gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen TASSO und ETN Kastrationsprojekte in bestimmten rumänischen Gemeinden finanziert. „Stattdessen gingen einzelne Behörden wieder dazu über, grausame Tötungsaktionen von Straßentieren durchzuführen, die von dem Großteil der Bevölkerung abgelehnt werden, weil sie inhuman sind."

Die drei Tierschutzorganisationen TASSO, bmt und ETN haben Adrian Priscu post mortem einen Preis für Zivilcourage verliehen.

 

Adrian Priscu
Der gerettete Bocsi
Der Preis für Adrian Priscu
Frau Teodora Carpus nimmt den Preis für ihren verstorbenen Mann entgegen
 
Wenn Sie Frau Carpus selbst kondolieren wollen, schicken Sie Ihren Brief bitte an folgende Adresse:

Str. Aleea Magnoliei Nr.12, Bl. 99, Sc.C, Ap.7, Brasov, jud. Brasov, Romania

Frau Carpus freut sich über Ihre Anteilnahme. 

 

 
 

 

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