Hier möchten wir Ihnen einige Sport und Trainingsarten für Sie und Ihre Vierbeiner vorstellen.

Agility!
Agility, was ist das?
“Spaß auf 6 Pfoten”
Agility zu deutsch Behändigkeit, Gewandtheit, ist eine in England erstmals vor geführte Hundesportart, bei der Hund und Hundeführer in Teamarbeit einen Parcours überwinden müssen. Der Hund wird ohne Leine nur mit der Gestik und Stimme des Hundeführers durch den Parcours geführt. Der Parcours hat viel Ähnlichkeit mit einem Springparcours im Pferdesport, nur das hier noch Hindernisse hinzugefügt wurden die der Hund über- und durchlaufen muss. Agility ist ein erzieherisches und sportliches Spiel bei dem die Intelligenz und die Gewandtheit des Hundes trainiert wird, wo bei die Teambildung zwischen Hund und Hundeführer gefördert wird.

Man unterscheidet drei verschiedene Größen small, medium oder large, je nach Widerristhöhe des Hundes. Die Höhe der Hindernisse wird an die Größe der Hunde angepasst. Des weiteren unterscheidet man drei verschiedene Leistungsklassen, A 1, A 2, A 3, der Aufstieg in die nächste Klasse erfolgt über fehlerfreie und platzierte Leistungen.
Im Turnier wird ein so genannte A Prüfung durchgeführt in der alle Hindernisse, auch die Kontaktzonengeräte enthalten sind. Der Jumping ist eine Prüfung in der keine Kontaktzonengeräte gestellt werden. Auf den meisten Prüfungen wird auch noch ein Spiel durchgeführt um einmal entspannt ohne Leistungsdruck zum Abschluss zu arbeiten.
Welche Voraussetzungen muss der Hund und sein Besitzer mitbringen?
Es können alle sozialisierten Hunde, die sich guter Gesundheit erfreuen, Agility ausüben. Der Hund sollte nicht übergewichtig sein, da dies eine zusätzliche Belastung für die Gelenke bedeutet. Weniger geeignet ist Agility für große Hunderassen wie zum Beispiel Landseer, Neufundländer, da auch bei diesen Hunden die Belastung auf den Gelenken zu groß wird.
Der Hundeführer sollte Spaß an der Bewegung und der Beschäftigung mit dem Hund haben
Dem Menschen bietet Agility körperliche und geistige Fitness, ein Stück Lebensgemeinschaft mit dem Hund.
Der Parcours
Der Parcours besteht aus Sprunghindernissen (z.B. Hürden, Reifen, Mauer), Überlaufhindernissen (z.B. Laufdiel, Wippe), Durchlaufhindernisse (z.B. Tunnel) und einem Slalom. Der Streckenverlauf des Parcours ist immer anders, so dass dieser nicht auswendig gelernt werden kann, sondern nur durch die geschickte Führtechnik des Hundeführer vom Hund fehlerfrei überwunden werden kann.
Der Schwachpunkt im Team Hund und Hundeführer ist in den meisten Fällen der Mensch, welcher eine Sekunde zu spät reagiert und den Hund in die falsche Richtung schickt.
Die Faszination im Agility macht die Harmonie zwischen Hund und Hundeführer, die sich wie ein gut aufeinander eingestimmtes Tanzpaar über den Parcours bewegen, aus.
Hindernisse im Agility-Pacours
Hürde
Zwischen zwei Pfosten konstruierter Sprung, der nach oben mit einer Sprungstange abschlisst und eine offen oder auch ausgefüllte Fläche haben kann.
Sprunghürde, Bürstensprung, Doppelsprung
Mauer
Eine ausgefüllte Fläche, die eine oder zwei Öffnungen haben kann, und auf deren Oberteil abwerfbare Elemente aufgesetzt werden.
Laufsteg
Überlaufbrücke mit einer Höhe von ca. 1,30 m, einer Breite von 30 cm und einer Länge von ca. 10 m. Am Anfang und am Ende befindet sich eine rot markierte Zone von 90 cm die der Hund mit einer Pfote berühren muss um keinen Fehler zu erhalten, die so genannte Kontaktzone.
Wippe
Breite 30 cm Länge ca. 4 m Am Anfang und am Ende befindet sich eine Kontaktzone. Der Hund darf die Wippe erst verlassen wenn sie über den Kipppunkt ist.
Schrägwand
Die Schrägwand besteht aus zwei Element die einen 90 Grad Winkel bilden und am höchsten Punkt zwischen 170 und 190 cm vom Boden entfernt ist. Auch hier befinden sich an den Enden eine Kontaktzonen.
Slalom
8, 10 oder 12 Stangen in einer Höhe von 100 cm und einem Zwischenraum von 50 bis 65 cm (zwischen den Pfosten) die in einer Reihe stehen.
Fester Tunnel
Eine Röhre mit einem Durchmesser von 60 cm und einer Länge von 300 bis 600 cm, welche flexibel ist und in verschiedener Form gelegt werden kann.
Sacktunnel
Ein fester Bogeneingang mit einer Höhe von 60 cm und einer Länge von 90 cm, dem sich ein bester Sack anschießt.
Reifen
Eine Reifen mit einem Durchmesser von ca. 50 cm, der in einem Gestell hängt und durchsprungen wird.
Weitsrung
Sprunghindernis aus 2 bis 5 Element die im gleichmäßigen Abstand hinter einander stehen je nach Kategorie von 40 cm bis 150 cm weit.

15 Regeln für das Clicker Training
Am Anfang sollte man nicht gleich versuchen eine unerwünschte Verhaltensweise loszuwerden, viel besser ist es mit einigen positiven Dingen zu beginnen, die der Hund lernen soll.
Hier nun einige einfache Regeln, die die Sache am Anfang erleichtern:
Das biegsame Ende des Clickers drücken und wieder loslassen, so daß es click-clack macht. Dann einen Happen zur Belohnung. Die Happen sollten klein sein. Zum Anfang sehr beliebte Happen nehmen, z.B. Würstchen, also nicht nur ein lumpiges Stückchen Trockenfutter.
WÄHREND des gewünschten Verhaltens clicken, nicht nachdem es vorbei ist. Das Timing des Clicks ist wichtig. Nicht erschrecken, wenn der Hund das Verhalten sofort beendet, wenn er den Click hört. Der Click beendet das Verhalten. Die Belohnung wird nach dem Click gegeben. Das Timing der Belohnung ist nicht so wichtig.
Clicken, wenn der Hund etwas tut, das einem gefällt. Zum Anfang etwas einfaches aussuchen, das der Hund von sich aus tun kann. (einige Vorschläge sind: sitzen, kommen, die Hand von Frauchen/Herrchen mit der Nase berühren, pfötchengeben, durch eine Tür gehen, bei-Fuß-gehen)
EINMAL Clicken (click-clack). Wenn besondere Begeisterung ausgedrückt werden soll, die Anzahl der Happen vergrößern, nicht die der Clicks.
Übungseinheiten kurz halten. Es wird mehr in 3 Einheiten a 5 Minuten gelernt, als in einer Stunde voll von langweiligen Wiederholungen. Man kann schon mit ein paar Clicks hier und da während des Tages bemerkenswerte Ergebnisse erzielen und seinem Hund viele neue Dinge beibringen.
Schlechtes Verhalten verringern, indem man bei erwünschtem Verhalten clickt. Clicken, wenn der Welpe sich an der richtigen Stelle sein "Geschäft" macht. Clicken, wenn die Pfoten am Boden und nicht an den Gästen sind. Anstelle zu schimpfen, wenn der Hund bellt, clicken wenn er ruhig ist. Das Ziehen an der Leine abgewöhnen durch clicken und belohnen wenn die Leine durchhängt.
Clicken bei freiwilligen (oder zufälligen) Schritten hin zum festgesetzten Ziel. Man darf dem Hund gut zureden oder auch locken, um ihn in eine bestimmte Bewegung oder Position zu bringen aber nicht ziehen, zerren, drücken oder halten. Ohne Leine arbeiten. Falls man eine Leine aus Sicherheitsgründen braucht, soll sie locker über dem Arm liegen oder ähnliches, aber nicht als Werkzeug eingesetzt werden.
Nicht auf das Gesamtbild oder das perfekte Verhalten warten. Clicken und belohnen für kleine Schritte in die richtige Richtung. Wenn man den Hund "Sitz" machen lassen will und sich sein Hinterteil in Richtung Boden bewegt: "click". Wenn er zu einem kommen soll, wenn er gerufen wird, und er macht ein paar Schritte auf einen zu: "click".
Immer die Ansprüche erhöhen. Sobald man ganz gute Ergebnisse erzielt, der Hund sich hinlegt, auf einen zukommt oder sich wiederholt hinsetzt, sollte man ein wenig mehr fordern. Also ein paar Sekunden länger warten, bis der Hund ein bißchen länger liegenbleibt, ein wenig näher kommt, noch schneller sitzt. Dann clicken. Das nennt man Verhalten "formen" (shaping).
Wenn der Hund gelernt hat etwas für die Clicks zu tun, wird er beginnen das Verhalten spontan zu zeigen, damit man clickt. Dies ist der Zeitpunkt einen bestimmten Reiz (cue) anzubieten, das kann ein Wort oder ein Handzeichen (oder beides) sein. Jetzt kann man beginnen zu clicken, wenn das Verhalten während oder nach dem Reiz stattfindet. Ebenso, wie man anfängt das Verhalten zu ignorieren, wenn kein Reiz gegeben wurde.
Den Hund nicht herumkommandieren. Clicker Training ist nicht befehlsorientiert. Wenn der Hund nicht auf einen Reiz reagiert, ist er nicht ungehorsam. Er hat einfach den Reiz noch nicht komplett verstanden. Man muß dann noch mehr und andere Wege finden den Reiz, den Click und das Verhalten miteinander zu verknüpfen.
Immer einen Clicker dabei haben und interessantes Verhalten "einfangen". Man kann viele verschiedene Verhaltensweisen clicken, wann immer man sie bemerkt, ohne seinen Hund zu verwirren. Wenn man mehrere Hunde hat, immer einzeln und abwechselnd trainieren.
Wenn man ungeduldig wird, sofort den Clicker weglegen. Auf keinen Fall ausschimpfen, an-der-Leine-zerren oder Bestrafungen mit dem Clicker Training kombinieren. Sonst wird der Hund sein Vertrauen in den Clicker und vielleicht auch in sein Frauchen/Herrchen verlieren.
Wenn man mit einem bestimmten Verhalten keine Fortschritte macht, kommt wahrscheinlich der Click zu spät. Das genaue Timing ist sehr wichtig. Am besten ein paarmal jemanden beim üben dabeihaben, der auf die Clicks achtet.
Am wichtigsten ist es aber Spaß zu haben. Clicker Training ist ein wundervoller Weg die Beziehung zu seinem Hund zu vertiefen.
Im amerikanischem Original von Karen Pryor
Ins Deutsche übersetzt und überarbeitet von Jörg Heitmann
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Und dann war da noch das hier: ;-)
Eine zusammengerollte Zeitung kann ein sehr effektives Ausbildungsgerät sein, wenn sie richtig eingesetzt wird. Z.B. verwendet man die zusammengerollte Zeitung, wenn der Hund etwas angekaut hat oder er nicht stubenrein war. Man nimmt die Zeitung und haut sie sich mehrere Male um die Ohren und wiederholt dabei immer wieder den Satz:
"Ich habe nicht auf meinen Hund geachtet! Ich habe nicht auf meinen Hund geachtet!"
Wenn sein Hund dann über einen lacht, sollte man ihn ausgiebig loben.
Dog-Frisbee
Dog-Frisbee kommt ursprünglich aus Amerika und wurde dort vor über 30 Jahren durch Alex Stein mit seinem Hund Ashley Whippet entdeckt. Alex war begeisterter Frisbee-Spieler und bemerkte alsbald auch die Leidenschaft seines Hundes für die Plastik-Scheiben
Eine neue Sportart war geboren. Im laufe der Zeit avancierte Dog-Frisbee vor allem in Amerika zum echten Wettkampf-Sport. Heute gibt es diverse internationale Dog-Frisbee Organisationen mit verschiedenen internationalen Turnier-Serien (UFO / USDDN / IDDHA / etc.). Im sportlichen Wettkampf werden dabei im Wesentlichen die folgenden drei Dog-Frisbee Disziplinen betrieben:

FREESTYLE
Beim Freestyle geht es um das Choreographieren einer durchgängigen Dog-Frisbee-Vorführung von 2 Minuten Dauer zu einer selbst ausgesuchten Musik, bestehend aus unterschiedlichen Wurf-Techniken (z.B. Vorhand, Rückhand, Heber, Roller, Overhand Whristflip, Upsidedown, Brush, Butterfly, Airbounce, etc.) kombiniert mit verschiedenen Tricks mit dem Hund (z.B. Passing, Multiple, Over, Vault, ZickZack, Around the World, Flip, Dog-Catch, etc.). Entscheidend für Freestyle ist, dass es keinerlei festgelegte Kombinationen oder Abläufe gibt, sondern der Werfer mit seinem Hund die verschiedenen Wurf-Techniken und Tricks durch entsprechende Überleitungen passend zu seiner Musik zu seiner EIGENEN Kür kombiniert. Gespielt wird mit 7-10 Scheiben, abhängig vom Reglement. Bewertet werden dabei unter anderem die Kriterien Bewegung und Athletik beim Hund (Drive), Einfallsreichtum und Kreativität sowie Vielfältigkeit in den Wurf-Techniken beim Werfer (Ingenuity), flüssiger Ablauf der Kür (Flow), Reaktion des Publikums (Showmanship), Disc-Management und Gesamteindruck (Overall), Für die einzelnen Kriterien werden Punktet vergeben bzw. bei Nichterfüllung abgezogen. Das Team mit der besten Kür-Bewertung (höchsten Punktzahl) gewinnt.
MINI-DISTANCE
Beim Mini-Distance ist das Ziel, innerhalb von 60 bzw. 90 Sekunden, je nach gespieltem Reglement, möglichst viele Punkte zu erreichen. Gespielt wird auf einem Spielfeld mit verschiedenen Wertungs-Zonen. Punkte gibt es nur für gefangene Würfe abhängig von der Wertungs-Zone, in der sich der Hund beim Fangen befindet (größere Entfernung zur Start-Linie = höhere Punktzahl). Außerdem gibt es Extra-Punkte für in der Luft gefangene Scheiben sowie für Scheiben, die in der Bonus-Lande-Zone gefangen werden. Gespielt wird immer nur mit einer Scheibe. Daher ist es wichtig, das der Hund die Scheibe, egal ob gefangen oder nicht, immer wieder schnell zurück bringt, damit möglichst viele Würfe erfolgen können, um Punkte zu sammeln. Lediglich beim ersten Wurf darf der Hund die Start-Linie nicht vor der Scheibe überqueren. Am Ende gewinnt das Team mit den meisten Punkten.
LONG-DISTANCE
Beim Long-Distance gibt es im Gegensatz zur Mini-Distance keine Zeitbeschränkung. Ziel ist es, die Scheibe so weit wie möglich zu werfen. Aber nur vom Hund auch gefangene Scheiben zählen. Jeder hat 3 Würfe. Der Hund darf dabei die Start-Linie nicht vor der Scheibe überqueren. Gewonnen hat das Team mit dem weitesten gefangenen Wurf.
Mehr Infos in kürze hier.....
Flyball - mehr Spiel als Sport
Flyball ist eine Hundesportart, bei der Tempo, Spieltrieb und Apportierfreude im Vordergrund stehen. Flyball ist offen für Hunde aller Größen und Rassen, fördert auf spielerische Art und Weise ihre Bewegungsfreude, ihre Selbstsicherheit und ihr Sozialverhalten. Beim Flyball kann jeder gesunde, aktive Hund seine volle Lebensfreude zum Ausdruck bringen. Flyball ist ein Wettkampfsport, bei dem pro Lauf jeweils zwei Mannschaften mit je 4 Teams (Team = Hund + Hundeführer) auf zwei nebeneinander liegenden Bahnen gegeneinander antreten. Jeder Hund muss ohne Hilfe des Hundeführers vier aufgestellte Hürden überspringen, den Auslösemechanismus an der Flyballbox betätigen, den herausgeworfenen Ball fangen und mit dem Ball im Fang über die selben 4 Hürden zurück zur Start-/Ziellinie rennen. Sobald ein Hund die Start-/Ziellinie überquert hat, darf der nächste Hund seiner Mannschaft starten. Dies wiederholt sich so lange, bis die 4 Hunde je Mannschaft die Bahn fehlerfrei abgearbeitet haben.
Im Idealfall benötigt ein gute Flyball-Mannschaft (4 Hunde) weniger als 20 Sekunden für diesen Staffellauf. Die Strecke beträgt ca. 16 Meter vom Start bis zur Flyballbox. Die Höhe der Hürden wird dem jeweils kleinsten Hund der Mannschaft angepasst.
Folgende Fehler führen zu einer Strafrunde des betreffenden Hundes:
ein Hund passiert die Start/Ziellinie bevor der zurückkehrende Hund die Linie passiert hat.
ein Hund überspringt nicht alle Hindernisse;
ein Hund nimmt den Ball aus der Maschine, ohne diese zu bedienen
ein Hund kehrt ohne Ball über die Ziel-/Startlinie zurück
ein Hund trägt den Ball nicht über alle vier Hürden
der Hundeführer überquert selbst die Start-/ Ziellinie
LONG-DISTANCE
Beim Long-Distance gibt es im Gegensatz zur Mini-Distance keine Zeitbeschränkung. Ziel ist es, die Scheibe so weit wie möglich zu werfen. Aber nur vom Hund auch gefangene Scheiben zählen. Jeder hat 3 Würfe. Der Hund darf dabei die Start-Linie nicht vor der Scheibe überqueren. Gewonnen hat das Team mit dem weitesten gefangenen Wurf.
Mehr Infos in kürze hier.....
Flyball - mehr Spiel als Sport
Flyball ist eine Hundesportart, bei der Tempo, Spieltrieb und Apportierfreude im Vordergrund stehen. Flyball ist offen für Hunde aller Größen und Rassen, fördert auf spielerische Art und Weise ihre Bewegungsfreude, ihre Selbstsicherheit und ihr Sozialverhalten. Beim Flyball kann jeder gesunde, aktive Hund seine volle Lebensfreude zum Ausdruck bringen. Flyball ist ein Wettkampfsport, bei dem pro Lauf jeweils zwei Mannschaften mit je 4 Teams (Team = Hund + Hundeführer) auf zwei nebeneinander liegenden Bahnen gegeneinander antreten. Jeder Hund muss ohne Hilfe des Hundeführers vier aufgestellte Hürden überspringen, den Auslösemechanismus an der Flyballbox betätigen, den herausgeworfenen Ball fangen und mit dem Ball im Fang über die selben 4 Hürden zurück zur Start-/Ziellinie rennen. Sobald ein Hund die Start-/Ziellinie überquert hat, darf der nächste Hund seiner Mannschaft starten. Dies wiederholt sich so lange, bis die 4 Hunde je Mannschaft die Bahn fehlerfrei abgearbeitet haben.
Im Idealfall benötigt ein gute Flyball-Mannschaft (4 Hunde) weniger als 20 Sekunden für diesen Staffellauf. Die Strecke beträgt ca. 16 Meter vom Start bis zur Flyballbox. Die Höhe der Hürden wird dem jeweils kleinsten Hund der Mannschaft angepasst.
Folgende Fehler führen zu einer Strafrunde des betreffenden Hundes:
ein Hund passiert die Start/Ziellinie bevor der zurückkehrende Hund die Linie passiert hat.
ein Hund überspringt nicht alle Hindernisse;
ein Hund nimmt den Ball aus der Maschine, ohne diese zu bedienen
ein Hund kehrt ohne Ball über die Ziel-/Startlinie zurück
ein Hund trägt den Ball nicht über alle vier Hürden
der Hundeführer überquert selbst die Start-/ Ziellinie

Damit auch Anfängermannschaften bzw. Mannschaften mit nicht ganz so schnellen Hunden im Flyball eine Chance und ihren Spaß haben, werden bei Wettkämpfen die Mannschaften in unterschiedlichen Leistungsklassen (Divisionen) eingeteilt. Hierfür gibt jede Mannschaft mit der Anmeldung zum Turnier selbst eine Referenzzeit an. Bei der Einteilung in Divisionen wird die Mannschaft entsprechend dieser Referenzzeit eingestuft. Ist die Mannschaft jedoch 0,5 sec - oder mehr- schneller als die angegebene Referenzzeit ist das Resultat "NO TIME" (NT) und die Mannschaft verliert den Lauf, egal welches Resultat der Gegner erzielt hat. Hierdurch wird erreicht, dass sich eine schnelle Mannschaft nicht absichtlich in eine schwächere Division einteilt, um dort nur Siege einfahren zu können. Hierdurch wird erreicht, dass nur ungefähr gleichstarke Mannschaften gegeneinander starten und es dadurch auch zu einem echten Wettkampf kommen kann.
Historie
Flyball entstand Anfang der 70er Jahre an der Westküste der USA. Jemand mit einem ballverrückten Hund erfand die erste Flyballbox. Die ersten Boxen schleuderten den Ball bis zu drei Meter hoch in die Luft und es ging darum, den Ball zu fangen. Von daher stammt auch der Begriff Flyball (Flugball). Die Idee entwickelte sich dann schnell weiter. Es wurden Sprünge eingefügt und immer mehr Hundefreunde bekamen Spaß an diesem neuen Hundesport. Heute wird der Ball laut internationalem Reglement der NAFA (North American Flyball Association) nicht in die Höhe, sondern in die Weite geworfen. Der Trend geht also klar in Richtung Schnelligkeit.
Der Parcours
Ein Flyballparcours ist sehr einfach aufgebaut. Er besteht aus vier Hürden und einer Flyballbox. Der Parcours ist einen Meter breit. Vor der Startlinie sollte ein ca. sechs Meter langer Freiraum liegen, in dem die Läufer aus der Mannschaft Aufstellung nehmen. Ca. zwei Meter von der Startlinie entfernt steht die erste der vier Hürden (die max. 60 cm breit sein dürfen), die anderen folgen im Abstand von jeweils 3,05 Metern. 4,57 Meter hinter der letzten Hürde steht die Flyballbox. Die Hürdenhöhe liegt zehn Zentimeter unter der Schulterhöhe des kleinsten Hundes aus der Mannschaft, beträgt aber mindestens 20 cm und höchstens 40 cm.
Bei offiziellen Wettkämpfen benutzt jede Mannschaft ihre eigene Flyballbox. Es sind alle Boxen zugelassen, die dem Flyball-Reglement entsprechen.
Jedoch müssen alle Boxen einen mechanischen Pedalmechanismus (nicht elektronisch, nicht pneumatisch!) haben. Wenn die Box aktiviert ist, muss der Ball im Flug eine freie Strecke von mindestens 60cm zurücklegen können, gemessen vom Lancierungspunkt in Richtung Start/Ziellinie.
Es sind die folgenden maximalen Abmessungen für die Flyballbox zu berücksichtigen:
Max. Breite: 61cm
Max. Höhe: 46cm
Max. Länge: 76cm
In diesen Abmessungen ist der Wurfmechanismus inbegriffen, nicht aber ein eventuelles Trittbrett für den Balllader um für stabile Standfestigkeit der Box zu sorgen.
Ausgangspunkt bei der Konstruktion ist Sicherheit und Komfort für den Hund. Scharfe Kanten und Ecken sind zu vermeiden und eine ordentliche Verkleidung (Gummi, Schaumstoff) ist anzubringen.
Übrigens
Der aktuelle Weltrekord wird von der Mannschaft "Spring Loaded Offspring" (aus den USA) mit 15,54 sec. gehalten und wurde am 19. Juli 2003 auf einem Turnier in Hit Squad/USA aufgestellt. Die besten Europäer sind die "The Jets" aus GB mit 16,75 sec. Das beste deutsche Team in der offiziellen Weltrangliste ist das Quickstep! Flyball Team aus Borken mit 19,37 sec.
Für spielbegeisterte Hunde gibt es kaum einen größeren Spaß als Flyball, das schnelle Spiel um den fliegenden Ball.
Mehr infos hier in kürze............